1569 war der Torcode, 12 unser Stellplatz. Duschen konnten wir in Mobilheim 21 und 22, weil die Waschräume defekt waren. Das klärten wir in fünf Minuten am Telefon.
Erst danach bemerkten wir, dass Campingplätze nicht unbedingt rund um die Uhr besetzt sind. Es war 18.55 Uhr, um 19.00 Uhr war Feierabend.
Eigentlich wollten wir bei Tageslicht ankommen, das Zelt in Ruhe aufbauen und unser Gepäck für den Start am nächsten Morgen sortieren. Doch die Anreise hatte einen anderen Plan.
Eine Bundesstraße wurde direkt vor unserer Nase gesperrt. Google Maps ignorierte das hartnäckig und lotste uns immer wieder dorthin. Das kostete Zeit und Nerven.
Um 23.00 Uhr erreichten wir Roscoff. Der Campingplatz empfing uns mit strömendem Regen und heftigem Meeresrauschen. Bretonischer hätte die Begrüßung kaum sein können.
Es war die erste Nacht in unserem neuen Zelt.
„Hoffentlich hält das Zelt dicht“, sagte Thomas.
Kurz dachte ich über die Alternative nach, wollte es aber lieber nicht wissen. Und schlief ein.
