Arcachon

In Arcachon empfangen uns lauschige Jazzklänge auf den Straßen. Überraschend. Überhaupt ist Arcachon une bonne surprise. Mit der Erwartung eines Nullachtfünfzehn-Touristenstädtchens im Gepäck – Thomas wollte eigentlich nur kurz durchfahren, und auch ChatGPT zeigte sich eher mäßig begeistert – gefällt mir Arcachon nun ausgesprochen gut. Belle Époque, das sanfte Meer direkt vor der Haustür und jederzeit eine Runde schwimmen.

Die Reichen der frühen Zwanzigerjahre des vergangenen Jahrhunderts haben auf den Anhöhen ihre Prachtvillen errichtet – die sogenannte Winterstadt. Eine zauberhafter als die andere. Und erfreulicherweise nehmen selbst die Neubauten im Zentrum diese Ästhetik als Leitbild.

Damit dieser Stil, diese Corporate Identity, auch ja keinen Schaden nimmt, wird man allerorten darauf hingewiesen, dass ein Spaziergang mit nacktem Oberkörper durch die Stadt mit 150 Euro Bußgeld geahndet wird.

Da das Plakatmodell ein blauäugiger Mann ist, gehöre ich wohl nicht zur Zielgruppe. Wobei – die Franzosen vermutlich auch nicht.

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