Napoleon III. war schon ein interessanter Vogel. Die Familie Bonaparte lebte im Exil, doch Louis-Napoleon wollte vor allem eines: Monarch werden. Nach mehreren unerquicklich gescheiterten Anläufen ließ er sich zunächst ganz demokratisch zum Präsidenten wählen – und krönte sich ein paar Jahre später kurzerhand selbst zum Kaiser.
Paris verdankt ihm die breiten Boulevards und Biarritz seine zweite Karriere. Aus einem rauen Fischerdorf machte er seinen Sommersitz und damit einen der mondänsten Badeorte Europas.
Denn eigentlich war Biarritz eine Stadt der Walfänger. Hier lebten die besten Jäger und Fischer der Region: harte, zähe Kerle, die Küste ist wild und schroff, voller Felsen und Klippen. Statt endloser Sandstrände mit sanften Dünen gibt es hier mehr kleinere Buchten, in denen sich der Sand eine Nische zwischen den Felsen erobert hat. Für uns sehr plötzlich eine ganz andere Landschaft
Eigentlich führt die Vélodyssée noch weiter bis Hendaye. Aber die letzten Kilometer schenken wir uns. Diese Hügel haben es in sich, und wir finden: Biarritz ist ein geradezu königlicher Schlusspunkt für unsere knapp 1.200 Kilometer lange Reise – die übrigens alles war, nur keine Odyssee: Eher ein einziges Staunen über die Vielfalt der Landschaften, die Herzlichkeit der Menschen und die Erkenntnis, dass 1.200 Kilometer viel schneller vergehen, als man glaubt.












































