Morgrens scheint die Sonne, nachmittags wachsen Wolkenberge und abends donnert und blitzt es reinigend. Der glutrote Abendhimmel weist uns beruhigend den Weg ins Bett. 
In meinen Vortsellungen bestanden die Everglades nur aus Sumpfgebieten. Tatsächlich sind sind irgendwie zweigeteilt , zum einen Mangrovenwälder und zum anderen Schilf- und Seegrasgebiete. Durch letztere sind wir heute mit einem Airboot gebrettert. Was daran aber eco war – so stand es auf dem Schild – hat sich mir nicht ganz erschlossen. Mit Höllenlärm und hoher Geschwinigkeit sind wir über Grasfelder und Seerosenfelder hinweg geglitten. Aber so konnten wir die Everglades zumindest ein wenig von „innen“ betrachten – zu Fuß ist es aufgrund der Mücken zur Zeit unmöglich.
Für Europäer sind amerikanische Städtchen häufig nur eine Ansammlung an Häusern, Geschäften und Fasrfoodketten. Das strukrurgebende Zentrum mit Marktplatz, Kirche und Brunnen fehlt. So sind die Orte auf den Keys auch, Ausnahme Key West. Also freut man sich über jede Sehenswürdigkeit neben Palmen, Wasser und Tieren. In Key Largo ankert die Queen Africa, bekannt aus dem gleichnamigen Film mit Humphrey Bogart und Katherine Hepburn. Allerdings viel kleiner als in Erinnerung.
Bei Robbies kann man für zwei Dollar Fische füttern. Für zusätzlich drei Dollar bekommt man einen kleinen Eimer in die Hand gedrückt, gefüllt mit kleinen sehr spitzmäuligen toten Fischchen und schaut dann vom Steg aus dem Fressenskamof der Turpane zu. Dabei hätte ich viel lieber den Pelikanen die Leckerlis zu gesteckt.
Hier gibt es einen Zugang zum Meer, aber keinen Strand. Trotzdem hat uns dieser State Park -der ursprünglichste von den dreien auf den Keys – am besten gefallen. Wir waren fast alleine, die Picknickplätze haben eine großartige Lage, direkt am Wasser unter knorrigen Bäumen. Besucht wurden wir von einem Seeadler und einem rotköpfigen Specht. Der unkomplizierte Kanuverleih tat sein übriges. Nur das wirklich warme Wasser war irritierend. Bei 32 Grad Lufttemperaur haben wir uns dann doch lieber an Land erfrischt.
In meinen Vorstellungen bestanden die Keys aus vielen Felsen, weißen Sandstränden von Palmen gesäumt. Überrascht haben mich Mangrovenwäder und morastigen Kanäle. Sandstrände sind eher selten. Einer der schönsten im Postkartenlook ist der Bahai Honda State Park, wo wir ausführlich schwimmen und schnorcheln konnten. Das hat uns so viel Spaß gebracht , dass uns auch die 50er Sonnencreme nicht vor einem Sonnenbrand schützen konnte.
Auf den Keys gibt es drei States Parks. Der John Pennekamp State Park bietet neben zwei Badestränden Schnorcheltrips zum Korallenriff im Florida Keys National Marine Sanctuary an. Neben zahlreichen kunterbunten Fischen – ich habe wahrscheinlich den größten Papageienfisch „ever“ gesehen – wurde zum Vergnügen aller Touristen eine Christus Statue in sechs Meter Tiefe fest verankert.