Tag 10: Les Sables – La Tranche

Mit dem Zelten hatte ich lange nichts mehr am Hut – und offenbar hat die Welt die Zeit genutzt. Gerade hier an der Küste dominieren die Fünf-Sterne-Plätze: Pool, Bar und Animation. Für Kinder und für Alle.

Wir testen zur Abwechslung mal so einen Platz: La Camping de la Dune des Sables, Teil der Chadot-Gruppe. Auf 250 Mobilheime kommen ganze zwölf Zeltplätze – auf geschniegelt sauberem Sand, mit Steckdosen im Überfluss und sogar einer dekorativen Palme hier und da. Die Parzellen sind fein säuberlich mit Staketenzäunen voneinander getrennt. Es gibt eine Hütte zum Kochen . Der Platz liegt praktischerweise direkt hinter den Sanitäranlagen. Und gleich neben Pool und Bar, wo das Animationsprogramm uns auch gleich mitversorgt (bis 23.00 Uhr).

Auch das Publikum hat gewechselt. Sonst begegnen wir vor allem Boomern, die sich noch einmal beweisen wollen, dass sie es eben doch noch können. Hier dagegen: junge, drahtige Gestalten, die mindestens 120 Kilometer in den Beinen haben und morgens um sieben bereits das Zelt verstaut haben, während wir unseren Frühstückstisch decken.

Die Einsamkeit des Radelns wird dann abends zuverlässig kompensiert – mit einem Telefonat oder einem ausgedehnten Chat in die Heimat. Ganz ohne Lagerfeuerromantik. Dafür mit stabilem WLAN.

Ich bevorzuge eindeutige die Zwei-Sterne-Kategorie. Mit Tannennadeln im Zelt und Entfaltungsraum für unsere in St. Nazaire frisch erworbene Kaffeemaschine.

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