Die Rohans waren für die Bretagne ungefähr das, was die Medici für Florenz und die Habsburger für Österreich waren. Ihre Hochburgen: Pontivy, Rohan und Josselin. Dabei haben Pontivy und vor allem Josselin prächtige Schlösser spendiert bekommen, Rohan selbst als Namensträger gibt sich eher bescheiden und kann „nur“ mit einer schönen Kirche aufwarten. (Auch der dringend benötigte Carrefour Express zeigt sich wenig kooperativ und hat ausgerechnet heute noch geschlossen. Morgen erst. Natürlich.)
Also treten wir weiter in die Pedale und folgen dem Kanal. …. Und sehen heute das erste Schiffchen, dazu eine Schleuse in voller Aktion. Und ja, alles noch voll manuell – es wirkt gerade so, also ob zwei Menschen der bretonischen Kanalgesellschaft extra für diesen Service angereist sind. Da es zwischen Pontivy und Rohan gefühlt alle 200 Meter eine Schleuse gibt, muss die Fahrt durch diesen Kanal recht kostenintensiv sein….
Das Wetter meint es heute gut mit uns. Kein Regen, kein Drama, nur freundliche Wolken und gelegentlich sogar Sonne. Genug Zuversicht jedenfalls, um das Zelt wieder aus dem Sack zu holen und eine weitere Nacht unter freiem Himmel zu wagen. Bis jetzt scheint die Bretagne nichts dagegen zu haben.






