Tag 8: Pornic – St.- Gilles-Croix-de-Vie

Unser Nachbar Stefan hat uns per WhatsApp das aktuelle Glücksbarometer deutscher Großstädte geschickt. Oft sind Menschen dort besonders zufrieden, wo die Heimatverbundenheit groß ist – vielleicht nicht automatisch glücklicher, aber irgendwie geerdeter.

Und damit sind wir schon in der Vendée. Die soll ein bisschen anders sein als der Rest Frankreichs. Wobei das vermutlich jedes Département von sich behauptet. Den Vendéern sagt man nach, sie seien zurückhaltender, katholischer und ihrer Region besonders verbunden. Ein klein wenig spürt man diesen Geist tatsächlich. Wir fahren durch die Salzmarschen mit

• unzähligen Kanälen
• winzigen Häfen
• Ragondins (also Nutrias)
• Reihern und jeder Menge Grün
• und einem 24-Stunden-Austernstand

Ja, richtig gelesen: Austern rund um die Uhr. 24 Stück für 12,50 Euro. Die Franzosen wissen halt, was wichtig ist.

Und während wir zwischen Wasserarmen, Gräsern und den etwas überdimensionierten Nagetieren dahingleiten, drängt sich der Gedanke auf: Vielleicht hat Zufriedenheit tatsächlich etwas mit Heimatverbundenheit zu tun. Oder mit einem Austernautomaten, der auch nachts um halb zwei noch geöffnet hat.

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