Tag 6: Redon – St. Nazaire

Heute verlassen wir den Kanal und damit auch die liebliche Bretagne. Es geht quer durch die Loire-Atlantique und hinein in die Brière. ChatGPT hatte sie als eine Art „kleine Camargue“ mit großem Entdeckungspotenzial angepriesen. Nun ja.

Tatsächlich erinnert die Landschaft stellenweise an das Spreewaldgebiet: weite Sumpfwiesen, ein Paradies für Vogelbeobachter, durchzogen von Kanälen, Gräben und Straßen. Das hat durchaus seinen Reiz – zumindest, wenn man ein Fernglas griffbereit hat.

Die Ortschaften hingegen wirken oft erstaunlich beliebig. Viele neu gebaute Einfamilienhäuser, die eine gewisse Beliebigkeit aufweisen und auch in jedes Bördedorf passen könnten. Und mit denen eben auch Sichtschutzzäune und großzügig geschotterte Einfahrten Einzug halten – Ade Hortensienhecken und liebevolle Kramigkeit Auch auf den Straßen scheint die Gelassenheit der Bretagne zurückgeblieben zu sein; die Autofahrer treten hier deutlich entschlossener auf.

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