Tag 16/17: Soulac – Carcans Plage – Cap Ferret

Es gibt Geräusche und Gerüche, die marschieren schnurstracks ins Gefühlszentrum. Bei mir sind es das schnarrende Konzert der Zikaden und der würzige Duft der Pinienwälder. Zack – Urlaubsmodus. Sofort. Ohne Vorwarnung.

Und genau diese beiden Sinne werden aktuell im Dauerprogramm verwöhnt. Bereits seit drei Tagen rollen wir auf geradezu formidablen Fahrradwegen durch die Wälder der Atlantikküste. Immer schön geradeaus. Links die Pinien, rechts die Dünen und dahinter das Meer. Als ob das noch nicht reicht: der liebe Gott schenkt uns auch noch einen wunderbaren Rückenwind.

Ich hoffe nur, dass ich mir einen ausreichend großen Vorrat an Zikadenmusik und Pinienparfum anlegen kann, um im November davon zu zehren. 

Ansonsten ist die Abwechslung eher von asketischer Natur. Etwa alle zwanzig Kilometer erscheint eine Ferienhaussiedlung mit Strandzugang, bevor wieder Pinien, Dünen und Meer übernehmen. Vielleicht ist genau diese hartnäckige Ereignislosigkeit der eigentliche Luxus.

Nur fotografisch stehe ich vor einem Problem: Für einen Laien wie mich ist es erstaunlich schwierig, diese Szenerie einzufangen, ohne dass am Ende Bilder herauskommen, die verdächtig nach Apotheken-Kalenderblatt aussehen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert